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Quendel-Teufelszwirn

(Cuscuta epithymum)

VI — VIII Home Trockenrasen
20 — 60 cm lang indigen NT
Cuscuta epithymum
Therophyt, coll-mont. Der meist purpurrote Stängel ist rechtsschraubig windend. Die Pflanze ist wurzellos und zapft die Wirtspflanze mittels Haustorien an. Der Vollschmarotzer hat keine Laubblätter. Der knäuelförmige Blütenstand ist bis 1 cm breit. Die weißliche Krone ist 5-zipfelig, der Kelch hellrosa. Die Schlundschuppen sind zur Mitte geneigt und verschließen die Kronröhre (Lit). Die Art kommt in allen österreichischen Bundesländern vor und ist in der Böhmischen Masse und den Alpenvorländern gefährdet (Lit). In Istrien ist sie selten bis zerstreut anzutreffen (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Cuscuta epithymum
Aufnahmen: 14.08.14 Učka

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1883

"828. C. Epithymum L. (C. europaea β Epith. L . Kleine F. — Wickenseide. Quendelseide)
Stengel mehr niedrige Pflanzen umstrickend, viel zarter, zwirnfadendünn, purpurroth, glatt, ästig. Blüthen in kugeligen Knäueln. Knäuel höchstens 3''' dick, entferntstehend. Kelch weisslich, so lang oder halb so lang als die Kronröhre, trichterigglockig, tief - 5spaltig. Krone weiss, mit blassrosenrother Schminke. Kronröhre walzlich, bei der Fruchtreife kugelig, innen mit 5 zusammenneigenden grünen Schuppen besetzt, so lang als der halb - 5spaltige Saum, Zipfel zuletzt zurückgebogen. Griffel 2 mit fädlichen, kastanienbraunen Narben. Staubgefässe 5. Besonders den Kleesaaten schädlich.
Juni — Juli


Aendert ab:

  • α vulgaris. (C. Epithymum Reichb.) Kelch kürzer als die Kronröhre.
  • β Trifolii B. (C. Trifolii Babingt.) Kelch so lang als die Kronröhre.

Auf Haiden, Wiesen ganze Strecken hin mit einem Gewirre zahlloser Fäden überstrickend und niedere Kräuter in Knäuel durcheinander flechtend.

  • α Ziemlich gemein, besonders auf Galium, Achillea, Thymus, Genista, Ononis, Lathyrus. Um Linz zunächst auf den Wiesen unter dem Posthofe und der Mayr’schen Werfte auf Ononis repens, Lathyrus pratensis, Trifolium repens und montanum. An Wegrändern längs der Haselstrasse auf Achillea Millefolium und Senecio Jacobea. Auf Pfennigbergwiesen, auf trockenen Hügeln der Haide auf Thymus Serpyllum, Origanum Majorana, Betonica officinalis, Orobanche rubens. An Waldrändern des Pöstlingberges auf Rubus idaeus-Sträuchern. Häufig auf Auwiesen und vor Kremseck bei Kremsmünster. — Um Aistersheim selten (Keck) und so im ganzen Gebiete zerstreut.
  • β Auf feuchten Wiesen, z. B. auf der Fügerwiese über Trifolium repens, Medicago lupulina und Lotus corniculatus. Auf Triften hinter Niedernreith auf Medicago falcata und Coronilla varia. Auf Haideäckern unter Medicago sativa, falcata, Onobrychis sativa und Trifolium sativum. Um Kremsmünster in feuchten Jahren unter Kleesaaten (Hofstetter) ebenso um Steyr (Sauter) u. s. w."
Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, III. Band (Seite 135), Linz 1883, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 12.01.2026

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